Verbale Amokläufe nach Amoklauf in Schule

22. November 2006 at 17:47 (Politik, Videogames)

Als ich Montag mittag meinen PC einschaltete und mich auf der Homepage der Tagesschau über die Ereignisse der vergangenen Stunden zu informieren, da sprang mir die aktuelle Topmeldung ins Auge: „Amoklauf in Realschule“. Mein erster, wirklich allererster Gedanke zum Thema war: „Scheiße, da werden wieder Videospiele die Schuld für zugeschoben bekommen.“ Einige werden mich zynisch nennen, andere geben mir vielleicht einfach Recht, denn nicht einmal sechs Stunden nach dem Tod des Amokläufers, sprachen sich bereits die ersten Politiker für Verboten von „Killerspielen“ aus.

Dabei wurde derartig viel Unfug, Falsches und schlicht Blödsinniges verbreitet, dass ich am liebsten auswandern würde. Bevor ich jetzt hier die zwei dutzend Politikermeinungen voller Fehler und das Grundgesetzt verletzenden Forderungen einzeln zitiere, picke ich einfach mal ein paar aktuelle raus und kommentiere sie.

Nehmen wir z.B. diesen Artikel der Netzzeitung. Der ist gerade mal zwanzig Minuten alt, wenn ich das hier tippe. Dort äußert sich Wolfgang Speck, der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Das Interview ist direkt auch verlinkt, doch dieser Artikel ist einfach viel besser für das geeignet, was ich vorhabe, da er nicht nur die idiotischen Äußerungen dieses Herrn enthält, sondern auch noch einige falsche Fakten.

In der Debatte um ein Verbot so genannter Killerspiele hat sich der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Wolfgang Speck, für eine Blockierung verbotener Online-Inhalte ausgesprochen. «Im Internet müssen wir durch Sperren sicherstellen, dass verbotene Spiele nicht mehr heruntergeladen oder gespielt werden können», sagte Speck der Netzeitung.

Saubere Idee. Endlich staatliche Zensur im Internet. Das mit der freien Verfügbarkeit von Informationen und dem Äußern der eigenen Meinung ist eh überbewertet. Aber sowas ist eh nur der erste Schritt. Die logische Konsequenz wäre es doch, auch dieses Blog hier zu verbieten, weil ich die Maßnahmen zum „Jugendschutz“ kritisiere.

Zudem forderte er wirksame Strafen für Anbieter und Verbreiter Gewalt verherrlichender Spiele. «Hersteller und Händler müssen spüren, dass es ihnen nicht mehr so leicht gemacht wird wie bisher.» Die Diskussion dürfe «jetzt nicht verebben», so Speck. Erforderlich sei «eine Verbotsliste der Produkte, die nicht mehr so einfach über die Ladentheke gehen dürfen».

Gute Idee. Ich sehe es vor meinem inneren Auge wie Cevat, Avni und Faruk Yerli, die Gründer von Crytek, die mit Far Cry einen weltweit erfolgreichen Shooter in Deutschland entwickelt haben, in Ketten abgeführt werden. Und seit wann wird es Herstellern und Händlern leicht gemacht? Die Jugendschutzbestimmungen in Deutschland verstoßen gegen EU-Recht, weil sie den freien Warenverkehr verhindern. Hersteller müssen Spiele für hohe Kosten an den deutschen Markt anpassen, Spielemente entfernen oder entfremden, damit sie überhaupt erst erscheinen dürfen. Selbst Spiele die ab 18 freigegeben sind, sind oftmals hier zensiert und verfremdet. Das oben erwähnte Far Cry erschien in Deutschland nur stark zensiert, obwohl es ein deutsches Spiel war. Übrigens erst, nachdem die erste zensierte Fassung auf den Index gesetzt wurde. Der Rest der Welt durfte die völlig unzensierte Fassung spielen. Und „Verbotsliste der Produkte, die nicht mehr so einfach über die Ladentheke gehen dürfen“ gibt es schon. Die heißt Index.

Seitdem am Montag im nordrhein-westfälischen Emsdetten ein 18-Jähriger in der Realschule der Stadt um sich schoss und mehrere Schüler und Schulmitarbeiter verletzte, streiten Politik, Experten und Sicherheitskräfte über die Wirkung Gewalt verherrlichender Computer- und Konsolenspiele. Der Schütze war leidenschaftlicher Anhänger von Killerspielen. Er stellte sie sogar auf abgeschiedenem Gelände mit Freunden nach, und veröffentlichte Szenen davon im Internet. In dem frei gestaltbaren Online-Spiel «Counterstrike» programmierte er sogar eine Szene mit dem Emsdettener Schulgebäude.

Meine Güte! Er hatte als Hobby Videospiele mit gewalttätigem Inhalt! Und das als wahlberechtigter, volljähriger Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Und nicht nur, dass er diese ominösen „Killerspiele“ spielte, nein er spielte sogar Szenen daraus nach. Und um die Perversion abzurunden, stellte er diese Szenen sogar ins Internet. Wow… ich meine. Ein Räuber und Gendarme-Spiel wie Counterstrike nachspielen und das aufnehmen, das ist… kein Problem? Aber er tat es auf einem „abgeschiedenen Gelände“. Wow, klingt verboten und heimlich, der muss bekloppt sein. Aber es wird noch schöner… Was ist ein „frei gestaltbares Online-Spiel“? Vermutlich meinen sie, dass man auch selbstständig Maps / Level für CS erstellen kann. Das ist korrekt und ja, CS wird AUCH Online gespielt. Aber nicht ausschließlich. Man „programmiert“ keine „Szenen“, da ein Computerspiel interaktiv ist und nicht wie eine Szene abläuft. Man erstellt eine Map, auf der man CS spielen und die Spieler sich frei bewegen können. Und Sebastian B. hat keine Map seiner Schule erstellt. Das hatte Spiegel Online berichtet, mit dem Hinweis, dass dies noch nicht bestätigt sei. In der Folge wurde es abgeschrieben und als Fakt verkauft. Es gibt eine Map einer Geschwister Scholl-Schule, die wurde allerdings vor sechs Jahren von jemanden mit dem Nick Schlossherr erstellt. Und sie ist nicht die GSS in Emsdetten, sondern die von Melsungen, südlich von Kassel. Und selbst wenn er eine erstellt hätte… er ging jahrelang auf diese Schule, kannte vermutlich jeden Winkel. Wieso sollte er durch ein leeres CS-Level diesen Amoklauf geplant haben?

Speck sieht die Psyche Jugendlicher durch die Bildschirmgefechte schwer beeinträchtigt. «Diese Spiele verändern den Bezug Jugendlicher zur Realität grundlegend, ihre Realität wird die Videowelt.» Sie steigerten sich in eine «Scheinwelt» hinein und glaubten, dass diese Spiele das eigentliche Leben zeigten. «Das ist gefährlich, denn daraus kann man sie nur schwer wieder zurückholen», warnte Speck.

Wow… also das ist wirklich das krasseste Pauschalurteil, das ich seit langem gelesen habe. Das muss ich nicht weiter kommentieren, das ist einfach unglaublicher Unsinn.

Der Gewerkschaftschef plädiert für wirksamere Maßnahmen. «Wir brauchen ein Strafmaß ähnlich dessen der Kinderpornografie, auf jeden Fall so hoch, dass keiner glauben kann, er werde sowieso nicht erwischt.» Parallel zum Verbot Gewalt verherrlichender Spiele müssten Eltern und Schulen den Kontakt zu den Kinder und Jugendlichen verbessern. Die Kinder seien zu oft sich selbst überlassen, die Medienkompetenz der Eltern gering. «Viele Eltern wissen gar nicht, was Sohn oder Tochter am Computer so treiben».

Ja, das haben wir gebraucht! Ich werde als erwachsener Gamer bisher eh nicht genug kriminalisiert. Ich muss Spiele für Erwachsene „unter der Ladentheke“, in „Fachgeschäften“ kaufen, oder gar per Grauimport aus dem Ausland kommen lassen. Aber das reicht nicht. Wenn ich ein Spiel spielen will, welches ab 18 freigegeben ist und weltweit Preise gewinnt und von zig Millionen Gamern begeistert gespielt wird, dann bin in Deutschland auf einer Stufe mit einem Nutzer von Kinderpornographie? Geht’s noch? Das ist eine unglaubliche Unverschämtheit, die Kriminalisierung eines ganzen Hobbys und eine Beleidigung für jeden mündigen Spieler! Das eigentliche Problem hinter dem ganzen Amoklauf, nämlich die soziale Kompetenz des Umfelds von Sebastian B., welche einfach versagt hat. Aber bevor man die Eltern mal wirklich auffordert nach ihren Kindern zu sehen und mit ihnen zu reden verbieten wir lieber eine ganze Branche. Bravo, du Spacko!

Auch entwickle sich das Wesen der Kinder und Jugendlichen, unbemerkt von den Eltern, in eine gefährliche Richtung. «Sie wissen nicht, wie sich ihr Kind von Woche zu Woche verändert und sich schließlich ein Ventil öffnet wie in Emsdetten.» Eltern und Schulen dürften sich nicht allein gelassen fühlen. Wir müssen Kindern und Jugendliche Alternativen bei der Freizeitgestaltung bieten.

Da haben wir ein ganz entschiedenes Problem mit den Leuten, die sich momentan so gegen Videospiele aussprechen. Sie haben Angst vor der jungen Generation, sie verstehen sie nicht. Sie verstehen einfach nicht, dass Videospiele und das gemeinsame Zocken im Internet durchaus eine Form der Sozialisation sind. Sebastian B. ist nicht Amok gelaufen weil er CS spielte, Videofilme drehte und bei youtube veröffentlichte (damit wären auch alle Teilnehmer des Shadowrun-Fanfim-Wettbewerbs potentielle Amokläufer) oder weil er Metal hörte, ja nicht einmal weil er immer schwarz gekleidet war… wer den Abschiedsbrief des jungen Mannes gelesen hat, der sieht, dass es niemanden gab, der für ihn da war. Er war missverstanden und frustriert, wollte sich nicht der Gesellschaft beugen die er verabscheute. Wer Mitschülerinnen zu verstehen gibt, dass „ihr Modepüppchen als erste dran seid“ oder auf seiner Homepage schreibt „Ich verabscheue Menschen“ (Link), der hat Probleme. Leider wurden diese Probleme nicht beachtet, was auch Schuld des Schulsystems ist. Ich habe nach dem Amoklauf überhaupt erst erfahren, dass Deutschland Schulpsychologen hat! Kein Wunder, kommen in der BRD doch 16.000 Schüler auf einen dieser Helfer. Selbst Russland hat ein Verhältnis von 1:500, die USA eines von 1:1000. Das ärgert nicht nur den Verband deutscher Psychologen, sondern ist auch eine Erklärung für PISA…

Wie unfähig einige Politiker im Bezug zu diesem Thema sind, zeigen z.B. die Äußerungen der bayerische Familienministerin Christa Stewens (CSU) zum Thema Killerspiele. Sie forderte Computerspiele wie „Gotcha“, „Paintball“ und „Laserdrome“ auf den Index zu setzen. Sehr bezeichnend, oder? Leider sind Gotcha, Paintball und Laserdrome Spiele die komplett ohne PC auskommen. Oder nehmen wir Uwe Schüneman (CDU), den Innenminister von Niedersachsen, der die USK abschaffen will, weil sie nicht effektiv wäre. Naja, außer das wir damit ein quasi einzigartiges System der Kennzeichnung haben das funktioniert, nein damit umgeht man Probleme mit dem Grundgesetz. Dem Staat ist laut §5 nämlich die Zensur verboten, deswegen braucht er die privatwirtschaftliche USK, um Spieleinhalte so zu zerschneiden, wie es ihm gefällt. Die Prüfer der USK werden vom Staat berufen und die entscheidene Stimme hat ebenfalls ein Vertreter des Staates. Diese Umgehung des Zensurparaphen ist Herrn Schünemann aber nicht genug, er sagt: „Hier muss es ein völlig neues Überprüfungsgremium geben, das allein in staatlicher Hand liegt.“ Naja, das Grundgesetz wird eh überbewertet… aber Herrn Schünemann scheint eh einen persönlichen Streit mit der USK zu haben. Er kritisierte nämlich bereits im Vorfeld des Amoklaufs die USK und nannte dabei einige sehr… fantasievolle Zahlen, welche die USK zu dieser Mitteilung bewog. Aber bei der CDU/CSU nimmt man es mit intelligenten Äußerungen Fakten eh nicht so genau, wie der Apostel des Populismus bayrische Innenminister Günther Beckstein, dem wir den Begriff „Killerspiel“ überhaupt verdanken. Was hier nachzulesen ist, ist schier unglaublich. „Mir macht niemand weis, dass Killerspiele ungefährlich sind“ hat der Herr Beckstein gesagt. Ich übersetze das mit „Meine Meinung steht fest, bitte verwirren sie mich nicht mit ihren Argumenten!“. Was der Stroiber dazu gesagt, spare ich mir jetzt mal komplett. Ich empfehle aber mal einen Besuch auf seiner Homepage. Sein Wahlspruch „Handeln statt Reden.“ ist wahre Realsatire.

Das ist nur ein Bruchteil der aktuellen Mitteilungen. Es gibt durchaus auch kritische Stimmen zu diesem Unsinn, etwa diese Videointerview im ARD-Nachtmagazin. Oder einmal der Rundumschlag gegen den Populismus hier. Diese Vorwürfe lässt sich die Branche nicht mehr gefallen, hier die Stellungnahme des Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen – G.A.M.E. e.V. .

Damit schließe ich vorerst einmal und habe eine Bitte an euch: Glaubt nicht jeden Scheiß, der euch erzählt wird. Denken tut nicht so weh, wie es euch erzählt wurde. Da draußen gibt es viel mehr Meinungen als Fakten. Und viele der Meinungen sind nicht durch Fakten gedeckt und nicht begründbar, sondern einfach durch soziales Umfeld zu erklären, etwas die konservative und weltfremden Forderungen der bayrischen Politiker.

Was denkt ihr dazu?

P.S.: Achja… der zweite Toptitel für die Xbox 360 nach Dead Rising wird nicht in Deutschland erscheinen. Gears of War, eines der am besten gewerteten Spiele der letzten Jahre hat von der USK kein Prüfsiegel erhalten und Microsoft wird es in Deutschland gar nicht erst veröffentlichen. Jugendschutz… ihr erinnert euch. Der nicht funktioniert…

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4 Kommentare

  1. Predator said,

    Hi,

    du sprichst mir wirklich aus der Seele. Ich habe in den letzten Wochen mit immer mehr abflauendem Interesse die „Podiumsdiskussionen“ auf den diversen Kanälen mitverfolgt. Außerdem habe ich mich dazu hinreißen lassen, eine geharnischte Mail an diesen ******** Dr. jur. Beckstein (btw. ein ehemaliger Rechtsanwalt) geschrieben, um ihm mein exorbitantes Missfallen seiner unqualifizierten Äußerungen mitzuteilen.
    Diverse Leserbriefe an lokale Tageszeitungen (inkl. Stuttgarter Zeitung) zu dem Thema und Diskussionen auf der Arbeit beweisen genau deine Vermutung:
    Der Großteil der jetzigen „Elterngeneration“ (=>postGeneration Golf?) ist unfähig, sich kontrovers mit dem Thema Internet/Chatrooms/Online-Games etc. auseinaderzusetzen. Daraus folgen dann zwangsläufig Hilflosigkeit und blinder Reaktionismus im Kinderzimmer. Als bestes Beispiel eignet sich das überall zitierte „Killer-Spiel“ Counterstrike….da könnte ich echt zuviel kriegen bei soviel halbgarem Fachwissen. Einen Taktik-Shooter mit Spielen wie SoF, Resident Evil etc. zu vergleichen, ist ähnlich geistreich wie Mandarin und Latein….ich meine, immerhin sind ja auch beides alte Sprachen.
    Das Problem ist imo, daß Politiker wie auch die meisten Eltern (meine sind 60+) die
    wahren Probleme der heutigen Jugendlichen nicht verstehen…ein Abiturient der jetzt abgeht lernt sehr schnell, wie bescheiden es sich als Teil der Generation Praktikum anfühlt. All die sozialen Probleme und familiären Probleme bereiten den Boden, daß labile Persönlichkeiten unter gewissen Voraussetzungen irgendwann brechen und dann gegen die vermeintlich Schuldigen Amok laufen. Aber: haben die Amokläufer bisher die Opfer mit der Counter-Strike-CDs gemessert oder mit einem „Fire-in-the-hole“ zielgerichtet die CD-Hülle an den Kopf geworfen? Nein? Scharfe Waffen haben den Opfern die Verletzungen zugefügt? Vielleicht sollte man in Deutschland dann eher mal über eine Verschärfung des Waffenrechts respektive schärfere Kontrollen desselben nachdenken…das wird aber von Waffenlobby-Mitgliedern Stoiber/Beckstein GARANTIERT nicht in Erwägung gezogen.
    Bin mal gespannt, was passiert, wenn sie endlich die „Killer-Spiele“ verboten haben und dann der nächste Amoklauf ansteht… vielleicht verbieten sie dann hirnlose Diskussionen/Forderungen von geistig minderbemittelten bajuwarischen Volkspopulisten – dann werde ich jedenfalls schonmal nicht Amoklaufen. =)

  2. Scorpio said,

    Naja, Waffe verbieten ist natürlich naheliegend, löst die Probleme aber auch nicht. Es ist natürlich jetzt einfach „DER GESELLSCHAFT“ die Schuld zu geben, doch das ist eine abstrakte Gestalt, wo man nichts direkt dran ändern oder einfach nur konkret erfassen könnte. Vielleicht wäre es sinnvoll, Jugendlichen einmal klar zu machen, dass sie die Zukunft von Deutschland sind und nicht generell gewaltbereite Amokläufer die seltsame, zweite Leben im Internet führen. Die rechten Jugendgruppen haben Zulauf und immer mehr flüchten sich tatsächlich in die virtuelle Welt, weil sie in der realen keine Perspektive mehr haben. World of Warcraft ist ein sehr schönes Spiel, doch kann es tatsächlich dazu führen, dass man alles andere vergisst, das eine Art Sucht entsteht. Dieser sucht kann man aber nur verfallen, wenn man kein soziales Netz hat, was einen da rausholen oder auffangen kann. Es gibt kaum noch Jugendzentren wo man sich mit Freunden treffen kann, Lehrer sind Wissensvermittler, aber keine Pädagogen, der Staat entmündigt die Eltern bei der Erziehung immer mehr… wo sollen die Jugendlichen denn sonst hin? Virtuelle Welten und leider auch einige extreme Vereine mit schädlichen Tendenzen (rechte Gruppe, Sekten und ja… auch manche Kampfsport-, Karnevals- und Schützenvereine…) ziehen sich ihre Jugendlichen heran und formen sie nach ihrem Vorbild und das sieht nicht immer sozialkritisch und -kompetent aus, sondern angepasst und engstirnig bis gefährlich.

    Achja, und zur Waffenlobby…
    Beckstein hat dies 2002 als Pressemitteilung herausgegeben:
    „Der Entwurf aus Berlin zum neuen Waffenrecht ist unübersichtlich, in Teilen sogar unverständlich und enthält unvertretbare Belastungen für Jäger, Sportschützen und Sammler sowie für Behörden. Vor allem lässt sich damit nicht die Innere Sicherheit erkennbar verbessern. Dieses pauschale Misstrauen gegenüber legalen Waffenbesitzern, insbesondere von Jägern, Sportschützen und Sammlern, ist vollkommen verfehlt und absolut inakzeptabel ist. Gerade illegale Schusswaffen haben doch eine immer größere Bedeutung bei Straftaten, sind also das weit größere Problem für die Innere Sicherheit. Vor allem für den Missbrauch von Schusswaffen insbesondere durch Jugendliche gibt es ein ganzes Bündel anderer Ursachen als den legalen Waffenbesitz. Dazu zählt etwa der unkontrollierten Konsum von gewaltverherrlichenden und schwer jugendgefährdenden Videofilmen und die Beschäftigung mit sogenannten Killerspielen, die in menschenverachtender Weise Todeshandlungen am Mitspieler simulieren. Bayern wird deshalb die Neuregelung zum Waffengesetz in der derzeitigen Fassung ablehnen, sofern nicht umfangreiche Änderungen erfolgen,“ kritisiert Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein den Gesetzesentwurf.“
    Quelle: http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2002/print_105.php

    Uwe Schünemann ist übrigens auch Mitglied im Schützenverein „Sportschützen-Club Holzminden“.
    Das muss ich nicht weiter kommentieren.

  3. mr black said,

    hi deine meinung ist au meine mmmeinung diese politiker sollteeen einmal nur so ein spiel spielen und si wüssten das es nicht an dem läge!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. marcus said,

    Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Allerdings würd ich dir gerne einen rat mit auf den Weg geben. Solche Argumentationen machen sich immer besser, wenn man selber auf Vorwürfe verzichtet, so sehr sie einem auf der Zunge brennen (un dweiß Gott das tuen sie) – damit wirkt das ganze objektiver und du begibst dich nicht auf das selbe Niveau wie die Politiker, deren Diäten ja anscheinend dafür da sind, sich falsch oder garnicht zu informieren.
    Bitte missversteh mich nicht als Oberlehrer – ich bin 18 Jahre alt und bin im Zuge einer Referatsvorbereitung für kommenden Dienstag über das Thema „Gewalt in Computerspielen“ auf diesen Blog gestoßen. Ziel sollte es sein, die Computerspiele bzw. unser Recht darauf für die nächsten Jahre zu erhalten, alles andere klärt sich dann mit den kommenden Generationen von selbst. Denn wenn erstmal eine ehemalige Zockergeneration an der Macht ist, dann brauchen wir uns zumind. darum keine Sorgen mehr machen. Aber wer weiß über welche innovativen Erfindungen unserer Kinder wir dann schimpfen werden. Nocheinmal ein dickes Lob für die Mühe die du in diesen Artikel gesteckt hast – und wünsch mir glück für mein Referat. Auf dass ich eine ganze Klasse zu Killerspiel Spielern konvertieren werde 😉

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