Ratcon 2008 – Ein Rückblick

30. August 2008 at 00:53 (Con-Berichte, Rollenspiel) (, , , , , , , , , , , , , , , , , )

Nun komme ich auch nach knapp einer Woche dazu, meine Eindrücke vom Ratcon 2008 einmal zusammenzufassen. Schön wars, auch wenn ich fast nicht gespielt habe und auch das Wetter mal echt schlecht war. Die Nacht von Freitag auf Samstag sorgte mit anhaltenden Schauern für eine echt wilde Zelterei und das, obwohl bereits Freitag Nachmittag der Zeltplatz recht schlammig war. Samstag Morgen erwartete die Camper dann ein Sumpfgebiet. Naja, aber vielleicht lag es auch am schlechten Wetter, dass es insgesamt sehr leer wirkte. Wie schon auf dem Feencon konnte man ziemlich deutlich merken, dass die Besucherzahlen dieses Jahr weit niedriger lagen als sonst.

Ich hatte ja zuvor befürchtet, dass ich mir eine DSA-Runde hätte suchen müssen, ist die Ratcon doch „traditionell“ vor allem eine Anlaufstelle für Fans von Aventurien. Doch da wurde ich überrascht! An den Brettern mit den ausgehängten Spielrunden fanden sich zig D&D-Runden und auch kleinere Systeme wie Ratten! oder Ninja Burger wurden angeboten. Ich selber kam leider nur Sonntag Morgen zu einer Runde, als ich mich mit meiner Holden entschloss Elyrion auszuprobieren. Dazu dann später mehr. Meine Teilnahme an Runden wurde durch ungünstig gelegene Workshops leider etwas eingeschränkt.

Shadowrun

Das begann mit dem völlig überlaufenen Workshop über die Zukunft von Shadowrun. Inhaltlich werde ich nicht mehr viel schreiben, das hat Roachware schon ausführlich übernommen und hier [Video kann man sich eigentlich schenken, obwohl ich bei 0:39 zu sehen bin ;), da sehr schlechte Tonqualität und stark verwackelt] sieht man auch ein kurzes Video dazu. Grundtenor: „Wir sind mehr, wir sind motiviert, wir wissen was wir tun.“ Mal sehen, Pegasus ist ja eher für Bücher mit hoher Qualität bekannt. Ich nutzte direkt mal die versammelte Autorenschar, um nach einer Reglementierung der Bezahlung bei Shadowrun zu fragen. Offenbar gibt es da kein Problembewusstsein, weder bei der schreibenden, noch bei der spielenden Zunft. Man will den SLs da keine Vorgaben machen, da die Bezahlung viel zu sehr vom Spielstil der Gruppe abhängen würde. Mhm. Und die Karmavergabe nicht, die ist doch im GRW geregelt? Naja, die sei ja auch eher so gebaut, dass der SL das nach Gutdünken vergeben könnte und es sei ja auch nicht vorgeschrieben, ob man pro Spielabend oder pro Run belohnt wird. Stimmt, eine unklar formulierte Regel ist natürlich ein gutes Argument, um eine fehlende zu rechtfertigen. Mhm, aber das kam nicht bei der Workshop-Diskussion raus, sondern bei der anschließenden Diskussion auf dem Dach der Empore. Es ist faszinierend, wie viele… öhem… Argumente man gegen eine Regelung der Vermögensvergabe bei Shadowrun vorbringen kann. Z.B: „Das musst du mit dem SL ausmachen!“ oder „Das kommt auf deine Runde an!“. Dass ich zu Hause mit meiner Runde ausmachen kann was ich will und dass das keine Diskussionsgrundlage für irgendetwas ist, wurde nicht direkt verstanden. Auch mein Hinweis, dass bei Bezahlungen von 2000 Nuyen die innere Logik der Spielwelt zusammenbrechen würde, weil die Shadowrunner dann eher Autos klauen könnten, wurde mit dem Hinweis quittiert, dass wir das doch dann machen sollten. „Ich spiele aber nicht Shadowrun, um Autos zu klauen, sondern um auf Runs zu gehen.“ – „Dann lehn doch ab, wenn dir das zu wenig ist!“ – „Ich komme nicht zum Rollenspiel, um dann nicht teilzunehmen…“ Und so ging das hin und her, ohne dass der Hinweis auftauchte, dass Regeln für Vermögensvergabe diese ganze Diskussion überflüssig gemacht hätten. Auch der Hinweis, dass die Bezahlung sich nach dem Spielstil richtet und man eben auch mehr Geld bekommen sollte, wenn man mit ständig wechselnden Identitäten, oft verschleißender Ausrüstung und anderen hohen Ausgaben spielen würde. Das hat mich fasziniert, denn ich würde genau umgekehrt argumentieren. Ich kann mir erst diese ganzen Spielereien wie wechselnde SINs erst leisten, wenn der Runner viel Geld erhält. Meiner Meinung nach bestimmt nicht der Spielstil die Bezahlung, sondern die Bezahlung den Spielstil. Oder sollte es tun…
Kurz vor Ende versuchten wir noch eine Regelung zwischen Karma und Geld zu finden, was dann in die Seitendiskussion abdriftete, ob man Karma erfolgsabhängig, stundenweise oder für gutes Rollenspiel vergeben sollte. Irgendwie mochte ich Shadowrun immer weniger. Ein Spiel, das im GRW eine Tabelle mit zig Modifikatoren für Schwimmproben unterbringt, aber nicht einmal klar klärt, wie das Belohnungssystem funktioniert, müsste bei mir eigentlich unten durch sein. Trotzdem haben wir es gestern wieder gespielt und während des laufenden Runs beschlossen, erstmal auf eigene Faust zu arbeiten und demnächst einen Taliskrämer auszurauben. Das sollte sich wesentlich mehr lohnen, als für Spesen in Konzernanlagen einzubrechen. *seufz*

Dort wurde auch Eclipse Phase vorgestellt. Es klingt nach Transhumanismus und Hard-Sci-Fi in spielbar und sieht optisch wirklich gut aus. Da muss ich mal am Ball bleiben.

Battletech – Classic und DarkAge

Was oben auch noch diskutiert wurde, war die Zukunft von Battletech. Classic Battletech wird fröhlich weiter produziert, auch wenn ein Band mit Sonderregeln so dick geworden ist, dass sie ihn teilen mussten. Es wird neue Romane zu DarkAge gaben und es wird auch endgültig geklärt werden, wer an dem Zusammenbruch des Kommunikationsnetzes Schuld ist. Die Romane waren zwar durchschnittlich gesehen richtig übel, aber eine Auflösung wäre jetzt schon mal interessant. Da können die germanophilen Leser aber wohl noch etwas drauf warten. Heyne hatte mit „Tochter des Drachen“ Anfang des Jahres den vorerst letzten Mechwarrior DarkAge Roman veröffentlicht, da sie nur eine Sublizenz über Fanpro hatten. Fanpro hat auch keine Lizenz mehr für Shadowrun und Battletech und man mutmaßt, dass die letzten veröffentlichten Romane wohl auch ohne Lizenz veröffentlicht worden sind. Naja, die deutschen Leser der Classic-Reihe sitzen nun auf mindestens zwei nicht beendeten Reihen, was eher uncool ist. Es wurde aber auch erzählt, dass Heyne wohl an der Weiterführung der BattleTech-Classic- und DarkAge-Lizenz hätte und man gerade sondiert, was man da machen könnte. Vielleicht geht es ja wieder aufwärts.

Weitere Workshops

Meine Freundin tat sich einen DSA-Workshop über Kampagnenplanung an, während ich draußen über Shadowrun diskutiere. Der Workshop war derart einprägsam, dass sie noch Tage später darüber schimpfte (Einleitung: „Man sollte eine Kampagne besser planen als ich diesen Workshop“ und die großartige Quintessenz „Das wichtigste an einer Kampagne sind die NSCs [Kunstpause] und der Plot.“). Später am Abend gönnten wir uns dann den Workshop über das Verfassen eines Rollenspiels. Dieser konnte im Gegensatz zum DSA-Workshop dann auch überzeugen, da er einerseits klar machte, wieviel Arbeit das ist und dass man wenn man ganz viel Glück hat, keinen Verlust erwirtschaftet, andererseits aber auch das unheimlich befriedigende Gefühl hervorhob, etwas Eigenes kreativ geschaffen zu haben. Obwohl eigentlich viel demotivierendes und frustrierendes zur Entstehung des eigenen Systems erwähnt wurde, schafften es André Wiesler, Christian Loewenthal und David Grashoff dann doch, Leute für das Schreiben des eigenen Werks zu motivieren. Und mit Kritik umzugehen und die Foren zu lesen, auch wenn es bisweilen schwer fällt. 😉 Gruselig fand ich den Hinweis von Andre Wiesler, dass sie einen 300 Seiten starken ersten Entwurf für Lodland hatten, den sie aber kurz vor dem eigentlichen Veröffentlichungsplan in die Tonne gekloppt haben, da ihnen die Spielwelt zu steril und zu wenig „bespielbar“ war. Wow… also wenn ich bedenke wie Lodland aktuell aussieht, dann hätte ich wirklich ungern den ersten Entwurf gesehen…

Elyrion

Sonntag ließ ich den Werkstattbericht von Feder & Schwert ausfallen (den ich gerne mitbekommen hätte), um Elyrion zu spielen. Leider war der Start etwas zäh und auch auf die Erklärung der Spielwelt hätte ich zugunsten von mehr Spielzeit verzichten können, doch gehört das doch schon irgendwie zu einer Vorstellungsrunde dazu. 😛 Das Abenteuer war okay und bot, wie es nun einmal für Con-Runden nützlich ist, zwar recht begrenzte Auswahlmöglichkeiten, doch war der SL ansteckend motivierend und wir hatten unseren Spaß. Zu bemängelt gibt es vielleicht noch, dass die finsteren Absichten des Magiers nicht erkennbar waren, der Bunker keine Toilette hatte (trotz Baracken für Truppen) und der Endkampf zwar coole, aber viiiiiel zu einfache Gegner hatte, denen es noch nicht einmal gelang, jemanden aus der Runde überhaupt zu verwunden. Das Würfelsystem ist so eine Art gefixtes DSA, bei der man mit einem w20 unter Attribut plus Fertigkeitswert würfelt und die Differenz als Erfolge gutgeschrieben bekommt. Im Kampf muss eine erfolgreiche Angriffsprobe dann mit einer Parade abgewehrt werden, die dann erst Erfolge und dann den Minimalschaden senkt, bevor die Rüstung verrechnet wird. Nicht so wirklich verstanden habe ich aber, was uns als Titanenerbe denn nun so ausgezeichnet hat. Klar, wir hatten einen Wiederholungswurf, doch war das eher lau dafür, dass man eigentlich von total mächtigen Wesen abstammt. Die Regelmechanik konnte überzeugen und auch, dass es neben physischen Lebenspunkten auch gesellschaftliche und seelische gibt, finde ich erstmal ganz toll. Wenig toll finde ich allerdings nach wie vor die optische Präsentation des Bandes, der trotz der Version 1.5 immer noch ein undurchgängiges, unübersichtliches und nicht gerade ansehnliches Layout, sowie einige hässliche Zeichnungen hat, die weit unter dem heutigen Standard liegen. Was ebenfalls nicht sein sollte, sind Regellücken wie die Waffeneigenschaft „wuchtig“, die einfach „broken“ und „imba“ ist sowie die zahlreichen Rechtschreibfehler, die einerseits die Rechtschreibkorrektur hätte finden müssen und andererseits einfach nicht in einer überarbeiteten Ausgabe enthalten sein dürften.

Und dann war da noch…

Samstag abend wollten wir im Boomerang essen gehen, dem australischen Spezialitätenrestaurant, direkt um die Ecke der Ratcon. Dort war ich bereits vor zwei Jahren und habe lecker Emu, Känguru und Krokodil verspeisen können. Außerdem war die Bedienung so nett, uns auf das Ende der „Beer Hour“ hinzuweisen, so dass wir uns noch flott neuen Gerstensaft ordern konnten. Diesmal ließ uns das Restaurant aber übel im Stich. Eine völlig überforderte Kellnerin teilte uns NACHDEM wir die Speisekarten erhalten und auswählen konnten mit, dass es nur noch wenig zu Essen gäbe und wir nicht frei bestellen könnten. Daraufhin verließen wir das Lokal und begannen eine mystische Reise durch die Dortmunder Innenstadt, um nicht nur ein Lokal in unserer Preisklasse, sondern auch eines zu finden, dass Samstag Abend genug Platz für neun Leute hatte. Schließlich wurden wir in einem Schnitzelhaus mit netter Atmosphäre, moderaten Preisen und riesigen Portionen fündig.

Auf dem Con hatte ich bei den Losen dieses Jahr zumindest mehr Glück als die letzten zwei bis drei Jahre und konnte ein paar Preise mit nach Hause nehmen, über die ich mich zwar freute, die ich aber nicht wirklich brauchen konnte. Was mir schmerzlich auffiel, war das Fehlen des altbekannten Glücksrads, bei dem man jedes Jahr die Restposten aus dem Fanprolager abgreifen konnte. Fanpro richtet zwar nicht mehr die Con aus, doch Restposten sollte es doch noch genug geben. Apropos Ulisses-Con… wenn man die Ratcon betrat, kam man in das kleine Foyer mit Ulisses, Truant (Kooperation mit Ulisses), Feder & Schwert und dem F-Shop (der an Ulisses verkauft wird). Irgendwie schon gruselig, dass neben F&S nur noch Prometheus Games mit einem Stand vertreten waren, da Pegasus an diesem Wochenende 15-jähriges Jubiläum in den heimischen Hallen feierte. Bei Ulisses erstand ich dann auch noch aus der Mängelexemplar-Liste eine Basisregelwerk von DSA 4.1. Ich habe ja schon viel über das System gemeckert, aber das Buch ist wirklich hübsch und gut geschrieben, nach allem was ich bislang aus dem Werk entnehmen konnte. Da ist es doch wirklich schade, dass es DSA vorstellt und nicht ein gutes System. *seufz* Naja, die Rezi dazu kommt auch noch.

Da ich insgesamt ja kaum gespielt habe, muss ich die Zeit ja doch irgendwie herumbekommen haben. Und wie? Na, durch das bekannte Socialising und Networking. So konnte ich Dominik vom Rollenspiel Almanach treffen, der mir viele tolle Lesezeichen schenkte, Jens (Bauergaming ist Powergaming!), Dom (Glückwunsch zum Gewinn des DSA-Wettbewerbs) und Friedensbringer (der auch der SL meiner Elyrion-Runde war). Vergessen kann und möchte ich dann auch nicht das Team von Fundus Ludi, das zwar wieder Tippfehler auf dem Flyer hatte, die ich aber trotzdem ganz sympathisch finde. 😉

Fazit

Nächstes Jahr will ich auch wieder kommen. Aber mal sehen, ob ich mich dann nicht doch lieber in eine Jugendherberge einquartiere, statt mich den Naturgewalten beim Zelten auszusetzen und durch den jährlich aufs neue versumpften Garten des Fritz-Henßler-Hauses zu quälen.

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9 Kommentare

  1. Roach said,

    „Meiner Meinung nach bestimmt nicht der Spielstil die Bezahlung, sondern die Bezahlung den Spielstil.“

    Ist die (Höhe der) Belohnung nicht auch Teil des Spielstils?

    Korinthen beiseite, ein paar Tips zum Theme „Wie viel kriegen die Runner“ wären nett, aber genaue Zahlungslisten (Einbruch in kleine Firma 5000 Nuyen, Einbruch in Filiale von Renaku 50.000 Nuyen, Einbruch in Dunkelzahns Schlafzimmer 350.000 Nuyen etc.) fände ich sowohl als zu hartwustig als auch als unnötig. Wenn mir ein Johnson Runs anbietet, bei denen ich nicht einmal plusminus Null herauskomme, braucht der sich nicht zu wundern, wenn ich freundlich ablehne. Entweder geht der dann mit dem Preis hinaus, oder er sucht sich andere Idioten.

    Mit anderen Worten: wenn es eindeutig zu wenig ist, sollte man mit dem Spielleiter drüber sprechen und ein vernünftiges Level finden. Das Problem ist oftmals nämlich, dass die Spielleier den Satz „Halten Sie die Spielleiter knapp, damit sie hungrig bleiben“ zu genau befolgen – wenn ich zu lange gehungert habe, bin ich auch zu schlapp um noch etwas zu tun. 😉

    Wenn die Spieler lange zu knapp gehaletn wurden, besteht die Gefahr, dass sie, wenn sie einmal Geld haben, dazu übergehen, erst einmal so lange gegen Probleme Geld zu schmeißen bis die weggehen. Das ist natürlich auch nicht im Sinne des Erfinders. Aber wenn ich mir keine Muni für meine Waffe leisten kann, weil ich überhaupt kein Geld habe, ist das auch nicht erquickend – weder für den Char noch für den Spieler.

    Insofern muss jede Gruppe das Gleichgewicht finden, das ihr zusagt, und dafür wären solche Listen schlecht („Aber Spielleiter, hier steht doch, für den Run müßten wir dreitausendsiebenhundert Nuyen mehr kriegen…“). En paar allgemeine Kommentare, wie knapp knapp und wie knapp zu knapp sind, wäre angebracht.

  2. Scorpio said,

    Eigentlich will ich ja genau diese Diskussionen über die „richtige“ Bezahlung mit dem SL nicht mehr haben. Ich will viel lieber spielen, statt über fehlende Spielmechaniken zur Ressourcenverteilung zu diskutieren. Was ist denn die „richtige“ Bezahlung für eine Gruppe, die mit den 400 Punkten aus dem GRW spielen möchte und einfach die normale Charakterentwicklung spielen möchte? Als Spielleiter würde ich mich völlig alleingelassen fühlen, gerade als Neuling, weil man keinerlei Hilfe bekommt. Alte Hasen bedienen sich quer durch Editionen, Bücher und Sprachen, um dann in jedem Heft und unterschiedlichen Abenteuern eine Grundlage zu interpretieren… aber die Schwankungen sind enorm.

  3. flippah said,

    erstmal: ich finds schön, jetzt nen Gesicht zum Blog zu haben.

    Ich denke, dass man da durchaus mit ein paar klaren Vorgaben einiges machen könnte. Nach dem Motto: ein einfacher Auftrag für Jungprofis (also 400BP+0 Karma Chars) sollte mit etwa X1 Nuyen bezahlt werden +/- Y% je nach folgenden Modifikationen.
    Ein komplexer Auftrag für erfahrene Runner (400BP+200 Karma Chars) sollte mit etwa X1 Nuyen bezahlt werden +/- YX je nach folgenden Modifikationen.
    Davon dann 3 Beispiele und man hat was, woraus man für die jeweilige Lage interpolieren kann.

    Natürlich sollten die Beispiele dann auch passen und nicht so „gut durchkalkuliert“ sein wie das Karma-Generierungssystem aus dem RC.

  4. Nevermind said,

    Du hoerst dich an wie ein WoW Spieler, Scorpio.

    Es muss doch klare Regeln geben was die Questbelonung ist…

    Es gibt einfach zu viele Faktoren, die die Bezahlung beeinflussen.
    Und das is imho deutlich unterschiedlicher als bei der Karmavergabe.

    Faktoren sind z.B.:
    Laenge des Jobs
    Gefahr (Objektiv/Subjektiv)
    Auftraggeber
    Zeitfaktor
    Professionalitaet der Runner
    Erfahrung der Runner
    Aktuelle Liquiditaet der Runner (auch Joe Profirunner muss vielleicht mal was ‚guenstiges‘ machen wenn sein Credstick gerade rapide richtung Null geht)
    Schwierigkeit des Auftrages
    Reisekosten
    Alternative Motivation
    Alternative Bezahlung

    Und das sind nur die Punkte die mir auf Schuss einfallen.
    Klar kann man dafuer irgendwelche Halbgaren Formeln entwickeln, aber ob man fuer die Bezahlung nen Kapitel haben will das laenger ist als die (optionalen) Regeln fuer den Lebenstil, das wage ich zu bezweifeln, also ich moechte mich nicht hinsetzen und die Bezahlung mit den Taschenrechner errechnen muessen.

    Jm2C

  5. Scorpio said,

    Ich spiele kein WoW, aber das hat wenigstens ein klares Belohnungssystem stimmt. D&D übrigens auch, also ist das nichts, was man nur in Onlinerollenspielen finden würde. Und die Punkte die du aufzählst will ich ja auch nicht bestreiten, die sind ja alle korrekt. Nur wie hilft das Spiel dem SL, den Preis anhand dieser Kriterien festzulegen? Gar nicht. Es sagt einfach, dass der SL den Preis entsprechend anpassen soll, lässt ihn dann aber ohne Hilfe, Tipps oder Richtlinien im Regen stehen. Die Tipps im alten 3.01D Kompendium ab Seite 99 wären ein Anfang, wenn sie zu Ende gedacht wären.

  6. greifenklaue said,

    “Man sollte eine Kampagne besser planen als ich diesen Workshop” – das ist wahrer Humor…

    @Lodland: Ja, wirkt mir auch zu steril. Gerade im Vergleich zu Blue Planet.

    @Vorstellung der Spielwelt bei Elyrion: Hehe. Unverzichtbar? Das GRW schränkt sich auf ein Viertel ein…
    -> http://greifenklaue.wordpress.com/2008/08/30/elyrion-grundregelwerk/

    @Emu, Känguru und Krokodil: Auf einmal… Ich bin schockiert und begeistert… 😀

    @“Mängelexemplar-Liste ein Basisregelwerk von DSA 4.1″ – Also quasi handelfrisch???

    Was Dein Bericht nicht verrät, hast Du nen Abenteuerpunkt. bekommen? Brauchst Du noch die 0er-Ausgabe, dann heb ich die zu nächster Gelegenheit auf!

    • Antje Schwarze said,

      Hig, wir sind auf Ratcon bestimmt an einander vorbeo gelaufen. Nächstes Mal mach es wie wir, stell dein Zelt Vorn auf, da schwimmt man nicht auf der Luftmadratze aus dem Zelt. Ich will jedes Jahr spielen, doch es ändet immer damit das ich DSA meistere. Also, tapfer weiter Zelten.

  7. Scorpio said,

    DAs Basisregelwerk zu DSA 4.1 ist ganz frisch und total hübsch. Abenteuerpunkt habe ich erhalten und lese gleich die letzten vier Seiten. 😉 Rezension kommt natürlich auch. 🙂

  8. Jack said,

    “Man sollte eine Kampagne besser planen als ich diesen Workshop” – Manche Workshops funktionieren inzwischen nach diesem Prinzip („Dürfen Helden sterben“ – wie jedes Jahr eben). Hier war eben alles noch anders…

    Ein noch frischer Redner mit einem eigenen Stil – Simias Tipps und Ratschläge haben mir gut gefallen, auch die Art, wie er auf die einzelnen Fragen eingegangen ist und mit uns kommuniziert hat. Und inhaltlich ist alles weiter zu empfehlen – es funktioniert so eben, einfach und ohne dass es zig Regeln bedürfte.

    Regeln sind ja ganz schön. Aber ich bevorzuge es, Charaktere als gegeben hinzunehmen und lieber Abenteuer, Gegner und NSC`s anzupassen. Regeln und Ratschläge helfen mir da selten weiter. Helden zu motivieren ist nicht einfach, aber wie wäre es mit einer Spielhilfe zum Thema „Motivieren ohne den dicken Geldbeutel“ (sondern mit individuell durchdachten Überlegungen, was diesen Charakter reizen könnte).

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