Medienkompetenz – Eine Aufgabe

14. November 2010 at 23:11 (Politik, Videogames) (, )

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel E. Fischer kritisiert die gängige Praxis, sich in Internet-Diskussionsforen mit einem Fantasienamen zu Wort zu melden. Ein „Vermummungsverbot im Internet“ müsse her, […]. Es könne nicht sein, dass sich Bürger hinter selbstgewählten Pseudonymen versteckten und sich so der Verantwortung entzögen, sagte der Karlsruher Abgeordnete den Badischen Neuesten Nachrichten.

Für den demokratischen Entscheidungsprozess sei es wesentlich, „dass man mit offenem Visier kämpft, also seinen Klarnamen nennt“, sagte Fischer. Dabei sei der neue Personalausweis eine „ideale Möglichkeit, sich im Internet zu identifizieren“. Fischer sprach sich auch für einen „Radiergummi“ aus, um Inhalte im Internet nach einer gewissen Zeit wieder zu löschen. Netzexperten halten diese Idee eines Verfallsdatums für Inhalte im Web allerdings aus technischen Gründen für nicht realisierbar.

Dieses Zitat stammt aus einem heise-Artikel.
Lösen Sie: Welcher Teil wurde bei […] entnommen? Machen sie sich Gedanken über die Aussage des Politikers und vermeiden Sie unnötige Stammtischparolen über die vermeintliche Rückständigkeit der Union. Schätzen Sie die Funktion des Mannes im Bundestag ein.

Antwort (markieren um zu lesen): „forderte der Vorsitzende der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Bundestags

Wenn der Vorsitzende derjenigen, die uns mit neuer Technologie vertraut machen soll, so etwas fordert, wie sollen wir dann jemals Akzeptanz für „neue Medien“ in der breiten Gesellschaft bekommen? Wie kann man, als Mensch, der im Jahre 2010 schlicht in Deutschland existiert und im Vollbesitz seiner geistigen Gesundheit ist, so etwas fordern? Davon, dass mündigen Bürgern durch ominöse Schattenkabinette in der deutschen Zensurinfrakstruktur wie bei der BPjM Vorlagen auferlegt werden, ohne dass man weiß, wer einem dort etwas verbietet oder wieso, regt sich dieser Herr darüber auf, dass man im Netz anonym ist.
Mit solchen Zitaten zeigt die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Bundestags sehr deutlich, wie sie den „digitialen Menschen“ vertritt. Oder allgemein Mediennutzer mindestens der letzten zehn Jahre.
Deutschland – Unsere Autos sind geil, aber das Internet ist bah. Vielen Dank.

Gefunden bei Nercore.

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